Expertentipps

VORBEUGUNG HILFT!

Eine der wirksamsten Maßnahmen, um Versicherungstarife zu reduzieren oder flach zu halten, ist die Reduktion von Risiko – also Vorbeugung!

Auf dieser Seite geben wir Ihnen Einblick in gängige, sich häufig wiederholende Tricks von Betrügern und Kriminellen, die in vielen Fällen große Schäden und Verluste verursacht haben. Wer jedoch die Tricks kennt, kann das Schlimmste vermeiden und vor allem: hart verdientes Geld sparen!

Experten-Tipp 01 – Verkaufsgespräche

­Wie Sie bei Verkaufsgesprächen das Risiko eines Trickdiebstahls verringern können.

…Ein Trickdieb hat leichtes Spiel wenn Sie die Kontrolle verlieren.

Ein realer Fall...

Ein Kunde betritt Ihren Juwelier-Laden und möchte sich einige Ringe zeigen lassen. Der Kunde erscheint Ihnen von Anfang an etwas eigen, Sie lassen sich allerdings nichts anmerken und präsentieren ihm die gewünschten Stücke. Immer mehr Ringe landen auf dem Tisch, welche intensiv vom Kunden betrachtet und auch berührt werden. Nach einigen Minuten entscheidet er sich letztlich doch gegen einen Kauf und verlässt Ihr Geschäft. Als Sie die Ware wieder in die Vitrinen räumen wollen, bemerken Sie, dass ein Ring fehlt.   

Was ist passiert...

Der vermeintliche Kunde war ein Trickdieb. Mit dem Vorwand einen Ring für seine Frau kaufen zu wollen, betrat er Ihr Geschäft. Während Sie ihm die Ware präsentierten, verwickelte er Sie in ein Gespräch, lies sich immer mehr Stücke zeigen, sodass Sie irgendwann den Überblick verlieren mussten. Der Trickdieb nutzte diese Gelegenheit und lies einen der Ringe unbemerkt in seine Tasche gleiten.

Weiter...

Präsentieren Sie nie mehr Ware als Sie überblicken können. Machen Sie dem Kunden klar, wie viele Stücke er sich anschauen kann („Ich zeige Ihnen jetzt 3 Ringe“). Ein Trickdieb weiß diese versteckten Hinweise genau zu deuten.

Vereinbaren Sie Codewörter mit Ihren KollegInnen, falls Sie bei dem Verkaufsgespräch ein weiteres Paar Augen dabei haben möchten: Wenn Sie sich sonst nur mit Vornamen ansprechen, tun Sie es in solchen Situationen mit dem Nachnamen.

Ein  konkreter Tipp...

Präsentieren Sie die Ware in einem bekannten und unverwechselbaren Muster. Wenden Sie z.B. das Würfelmuster an. Ein fehlendes Stück wird Ihnen sofort auffallen. Achten Sie außerdem darauf, dass das Muster zurechtgerückt wird, wenn der Kunde es verrückt.

Experten-Tipp 02 – Handgepäck

Warum Sie auch ihr Handgepäck immer mit einem zusätzlichen Schloss sichern sollten.

…Wenn Sie mit Handgepäck reisen und es ohne zusätzliches Schloss sichern, geben Sie Trickdieben eine Gelegenheit.

Ein realer Fall...

Die jährliche Schmuckmesse steht an und Sie werden wie immer mit dem Flieger anreisen. In Ihrem Handgepäck befindet sich Ihre Ware – mit teils sehr hohem Wert. Auf Ihrem Platz angekommen, verstauen Sie den Koffer in den darüber liegenden Fächern. Sie machen es sich gemütlich und schaffen es sogar ein paar Minuten die Augen zu schließen. Nach der Landung machen Sie sich auf den Weg ins Hotel und möchten nur noch eins – Entspannen. Als Sie ihr Handgepäck öffnen, ist allerdings Schluss mit der Entspannung: eines Ihrer teuersten Stücke fehlt.

Was ist passiert...

Schon als Sie ihr Handgepäck im Flugzeug verstaut haben, wurden Sie von einem anderen Passagier beobachtet. Als Sie dann für ein paar Minuten die Augen geschlossen haben, hatte dieser die Gelegenheit, um unbemerkt Wertgegenstände aus ihrem nicht gesicherten Koffer zu entwenden.

Ein konkreter Tipp...

Sichern Sie auch ihr Handgepäck immer durch ein zusätzliches Schloss. Damit machen Sie es potentiellen Dieben erheblich schwerer.

Experten-Tipp 03 – Wertvolle Ware im Kombifahrzeug

Warum Sie für Reisen mit wertvoller Ware niemals ein Kombi-Fahrzeug nutzen sollten.

...Wenn Sie mit einem Kombi-Fahrzeug reisen, steht zwischen einem potentiellen Täter und Ihrer Ware lediglich eine einfache Glasscheibe.

Ein realer Fall...

Ein wichtiger Termin mit einem potentiellen Neukunden steht an und Sie sind mit dem PKW – einem Kombi – unterwegs dorthin. Anbei wertvolle Stücke, mit denen Sie den Kunden überzeugen wollen. Nach einer guten Stunde Autofahrt entscheiden Sie sich für eine kurze Pause und suchen auf dem nächsten Rastplatz die Toiletten auf. Sie kehren zum Auto zurück, wo der große Schreck wartet: die hintere Scheibe vom Fahrzeug ist eingeschlagen und Ihre Koffer weg.

Was ist passiert...

Der Täter hat Sie schon seit der Abfahrt ausgespäht und unbemerkt verfolgt. Als Sie dann für eine kurze Pause den Rastplatz aufsuchten, hat er die Gelegenheit genutzt. Die einfache Glasscheibe am Fahrzeug war dabei ein nur kleines Hindernis für ihn.

Weiter...

Stellen Sie sicher, dass die Ware immer in Ihrer unmittelbaren Nähe ist. Folgen Sie dem Prinzip des „ständigen persönlichen Gewahrsams“. Sollten Sie doch Ware unbeaufsichtigt im Kofferraum lassen wollen, verreisen Sie mit einem Limousinen-PKW. Dieser hat den großen Vorteil eines fest verschlossenen Kofferraums, der für potentielle Täter eine weitaus größere Hürde ist.

Ein konkreter Tipp...

Halten Sie immer Rücksprache mit Ihrem Versicherer: Das unbeaufsichtigte Zurücklassen von Ware im Kofferraum muss IMMER genehmigt werden.

Experten-Tipp 04 – Ladeninhaber

Warum beim Betreten und Verlassen Ihres Geschäfts volle Aufmerksamkeit gefragt ist.

…Wenn Täter potenzielle Schwachstellen in der Prozedur des Betretens und Verlassens Ihres Geschäfts entdecken, können Sie schnell zum Opfer werden.

Ein realer Fall...

Es ist Donnerstagmorgen, Sie sind spät dran und möchten einfach schnell Ihr Geschäft öffnen. Normalerweise warten Sie immer auf einen Kollegen, allerdings ist dieser schon seit ein paar Tagen krank. Vor dem Laden kramen Sie in Ihrer Tasche nach dem Schlüssel. Als dann auch noch Ihr Handy klingelt, ist die Hektik vorprogrammiert. Ihre volle Aufmerksamkeit gilt jetzt dem Telefonat. Gerade als Sie den Schlüssel ins Schloss führen und die Tür öffnen, werden Sie von hinten übermannt und 3 weitere Räuber betreten Ihren Laden.

Was ist passiert...

Sie wurden bereits seit ein paar Tagen vom Täter beobachtet. Er hat schnell gemerkt, dass Sie oft alleine das Geschäft öffnen und auch verlassen. Auf den Moment, in dem Ihre Aufmerksamkeit abschweift, hat der Täter nur gewartet und ihn dann genutzt...

Weiter...

Betreten Sie den Laden nie alleine, treffen Sie sich vorher mit einem Kollegen – am besten an einem neutralen Ort wir dem nächsten Bäcker. Auf dem Weg zur Eingangstür des Geschäfts gilt AUFMERKSAMKEIT, auch noch währende dem eigentlichen Aufschließen. Nachdem Sie den Laden betreten haben gilt: Schließen Sie SOFORT wieder ab – Die Tür bleibt nicht für nachkommende Kollegen geöffnet.

Achten Sie auch auf eine ähnliche Prozedur beim Verlassen des Ladens.

Ein konkreter Tipp...

Halten Sie sich an zwei Grundsätze: MANPOWER und AUFMERKSAMKEIT! Täter, die einen Überfall planen, werden sich Ihre Prozedur beim Betreten und Verlassen des Geschäfts sehr genau anschauen, um Schwachstellen auszumachen und zu nutzen.

Experten-Tipp 05 – Reifenpanne

Welche bösen Überraschungen auf Sie warten können, wenn Sie einen platten Reifen wechseln wollen.

...Wenn Sie einen platten Reifen wechseln möchten, warten an der nächsten Ecke vielleicht schon Täter, um die Gelegenheit auszunutzen und sie auszurauben.

Ein realer Fall...

Nach einem anstrengenden Tag mit vielen Besuchen bei Juwelieren und vielen erfolgreichen Gesprächen möchten Sie einfach nur nach Hause. Sie machen sich mit Ihrem Koffer, in dem Sie Ihre Kollektion für die Kundenbesuche verstaut haben, auf den Weg zurück zum Auto. Sie verstauen Ihren Koffer und die Ware ordnungsgemäß im Kofferraum, steigen ein und fahren los. Nach einigen 100 Metern, als Sie die belebte Innenstadt langsam verlassen, bemerken Sie, dass Ihr Fahrzeug schlingert und Sie die Spur nicht sauber halten können. Sie halten an, steigen aus und schauen sich die Reifen an. Das linke Vorderrad hat schon viel Luft verloren und Sie merken schnell, dass Sie die Fahrt so nicht fortsetzen können. Genervt machen Sie sich an die Arbeit und wollen gerade anfangen das Rad zu wechseln als es passiert: Sie werden überfallen!

Was ist passiert...

Sie wurden den ganzen Tag, wahrscheinlich schon Wochen im Voraus, beobachtet. Die Täter kennen inzwischen Ihre regelmäßige Route beim Besuchen der Kundschaft. An diesem einen Tag legen die Täter einen spitzen Gegenstand unter den Reifen. Als das Fahrzeug losrollt wird der Reifen beschädigt. Von nun an verliert das Rad nach und nach mehr Luft. Jetzt müssen die Täter Ihnen nur noch folgen und auf den Moment warten, in dem Sie anhalten und das Rad wechseln wollen.

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Viele neuere Fahrzeuge besitzen gar kein Ersatzrad mehr und bieten stattdessen ein Spray an, mit dem das defekte Rad ausgeschäumt und so provisorisch geflickt werden kann. Aber auch hier gilt: Sie müssen anhalten und aussteigen!

Ein weiterer Tipp...

Eine clevere Alternative sind Run-Flat-Reifen, bei denen die Flanke verstärkt ist. So wird der Reifen nie platt und Sie müssen nicht anhalten.

Experten-Tipp 06 – Auto Ver- und Entriegelung

Worauf Sie beim Entriegeln Ihres Autos achten sollten.

...Wenn Sie Ihr Auto öffnen und einsteigen, haben Trickdiebe leichtes Spiel Sie abzulenken, um Gegenstände aus Kofferraum, Rückbank oder Beifahrersitz zu entwenden.

Ein realer Fall...

Ein kurioser Trickdiebstahl aus dem Auto. Nach einem ausgedehnten Stadtbummel macht sich eine Frau auf den Rückweg zu Ihrem Auto. Sie steigt ein und legt Ihre Handtasche auf den Beifahrersitz. Gerade als Sie den Motor starten will, klopft jemand an Ihre Scheibe. Sie lässt das Fenster herunter und fragt was los sei. Der Unbekannte fragt Sie freundlich nach dem Weg. Die hilfsbereite Frau unterstützt den Mann und erklärt ihm geduldig und ausgedehnt den Weg. Als der Mann sich verabschiedet und die Frau nun endlich losfahren will, bemerkt Sie, dass Ihre Handtasche weg ist!

Was ist passiert...

Hier haben zwei Täter im Team gearbeitet. Während der mutmaßliche Passant freundlich nach dem Weg fragt und die Frau so in ein Gespräch verwickelt, schleicht sich eine weitere Person an die Beifahrerseite heran. Die Tür wird leise geöffnet und die Handtasche vom Sitz genommen. Die Frau ist von dem freundlichen Unbekannten so abgelenkt, dass sie den Diebstahl nicht wahrgenommen hat.

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Bei den heutigen Autos kann die Tür Ver- und Entriegelung in der Regel über den Bordcomputer eingestellt werden. Dabei sollte man darauf achten, dass beim Öffnen des Fahrzeugs mit der Fernbedingung zunächst nur die Fahrertür aufgeht und die restlichen Türen und der Kofferraum geschlossen bleiben.

Eine weitere hilfreiche Funktion ist die automatische Verriegelung beim Start des Motors, sodass alle Türen und der Kofferraum verschlossen sind. So kann vermieden werden, dass man an der Ampel stehend ausgenommen wird. Diese Fälle kommen in der Realität öfter vor als man glaubt. Ampel rot – Die Gedanken schweifen ab – Handtasche oder Wertgegenstände auf der Rückbank – Plötzlich macht jemand die Tür auf und beklaut Sie!

Ein weiterer Tipp...

Wenn Sie einen Mietwagen haben – Denken Sie immer daran, dass diese Funktionen eingestellt werden!

Experten-Tipp 07 – Navigationssystem

Warum Sie niemals Ihre Wohnadresse in Ihrem Navigationssystem speichern sollten.

… Wenn in Ihr Auto eingebrochen wird, können Täter die Adressen aus dem Navi herauslesen und sich mit dem Garagenöffner aus dem Auto ohne Probleme Zugang zum Haus verschaffen.

Ein realer Fall …

Eine Familie parkt Ihr Auto auf einem öffentlichen Parkplatz vor einem Fußballstadion. Als sie ihr Fahrzeug nach dem Spiel wieder aufsuchen, bemerken sie, dass es aufgebrochen wurde. Das Handschuhfach und die Ablagefächer wurden durchwühlt. Gestohlen wurde ein portables GPS-Gerät und ein Garagentoröffner. Als die Familie wieder nach Hause kommt, bemerken sie, dass auch in ihr Haus eingebrochen wurde.

Was ist passiert …

Über das Navi haben die Täter die Wohnadresse herausgefunden. Die Familie hat ihre Adresse sogar auf die Kurzwahltaste gesetzt. Damit hatten es die Täter besonders leicht. Durch den Garagentoröffner, der auch im Auto lag, konnten sich die Täter leicht Zugang verschaffen und in aller Ruhe an der Tür zwischen Garage und Haus „arbeiten“.

Weiter …

Lassen Sie generell keine Gegenstände in Ihrem Auto, die auf Ihren Wohnsitz, Ihre Firmenadresse oder sonstige sensible Daten hindeuten (Geschäftsunterlagen, Fahrzeugschein, Angaben von Reisenden im Außendienst, …)

Der gleiche Trick:

  • Täter finden Angaben zu Ihren Reisenden und können so gezielt ausspähen und einen Überfall bei zukünftigen Kundenbesuchen planen
  • Über die Privatadresse wird der Grundstein für eine räuberische Erpressung gelegt

Ein konkreter Tipp für das Navi …

Speichern und nutzen Sie nie die exakte Adresse von Orten, die nicht gefunden werden sollen. Verwenden Sie stattdessen Adressen, die einige 100 Meter entfernt liegen wie z. B. eine Tankstelle oder einen Supermarkt, von dem aus Sie die Zieladresse trotzdem leicht finden.

Wir als Experte für die Schmuck- und Uhrenbranche bieten nicht nur die Versicherung für den Fall der Fälle, sondern bieten vor allem Sicherheit durch Beratung und aktive Prävention.

Experten-Tipp 08 – Mobiltelefon

Warum sie ihr Mobiltelefon immer durch einen zusätzlichen PIN sichern sollten.

...Wenn ihr Mobiltelefon gestohlen wurde, welches nicht durch einen zusätzlichen PIN gesichert wurde, können Täter mit Leichtigkeit ihr Telefonbuch durchblättern und private Informationen von Ihnen erlangen.

Ein realer Fall...

Einer Frau wird die Handtasche gestohlen. In der Handtasche waren ein Mobiltelefon, Kredit- und EC-Karten sowie ihr Personalausweis. 15 Minuten später ruft die Frau ihren Ehemann von einem öffentlichen Telefon aus an. Ihr Mann erklärt ihr, dass er ihre SMS erhalten hat. „Ich habe dir den PIN von deiner Bankkarte geschickt, so wie Du mir geschrieben hast“, sagt er. Kurze Zeit später erfährt die Frau, dass von ihrem Konto mehrere 100 Euro abgehoben wurden.

Was ist passiert...

Das Mobiltelefon der Frau war nicht mit einem zusätzlichen PIN gesperrt. Nach dem Durchblättern des Telefonbuchs hat der Täter den Eintrag „Schatz“ gefunden und seine Chance gewittert.

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Moderne Smartphones lassen sich alle mit einem zusätzlichen PIN (nicht der PIN der Sim-Karte) sichern, der zum Benutzen eingegeben werden muss. Nutzen Sie diese Funktion auf jeden Fall, um es einem Täter nicht zu leicht zu machen. Benutzen Sie für Familienangehörige und sonstige Bekannte niemals Kürzel wie „Schatzi“, „Liebling“, „Zu Hause“, „Mama“ oder „Papa“. Damit geben Sie Informationen preis, die ein Täter nutzen kann. Gehen Sie sorgsam mit Bildern oder Dokumenten um, die Ihre Identität oder Ihren Beruf erkennen lassen. Vielleicht bekommt der Dieb Hunger auf mehr, wenn er Fotos von teuren Steinen oder Uhren sieht. Überlegen Sie sich was ein gestohlenes Mobiltelefon alles von Ihnen offenbaren kann.

Ein konkreter Tipp für ähnliche Situationen...

Selbst wenn Ihnen nicht das Mobiltelefon gestohlen wird, so können Sie dennoch ganz schnell ein Opfer werden. Sollten Sie tatsächlich mal eine Nachricht von einem Bekannten bekommen, in der sensible Informationen erfragt werden – antworten Sie darauf NIE schriftlich. Rufen Sie stattdessen zurück und vergewissern Sie sich was hier los ist. Werden Sie auf jeden Fall hellhörig, wenn Sie eine Nachricht bekommen, in der einer ihrer Bekannten „Treffen wir uns doch auf einen Kaffee“ oder etwas Ähnliches schreibt. Vielleicht kommt diese Nachricht von einem gestohlenen Mobiltelefon und das scheinbare Harmlose führt zu mehr.

Gerade wenn Sie viel reisen und Ware mit sich führen, kann eine Nachricht von einer scheinbar bekannten Telefonnummer zu einem bösen Erwachen führen.

Experten-Tipp 09 – Extrarunden im Kreisverkehr

Warum drei „Ehrenrunden“ in einem Kreisverkehr Schlimmeres verhindern können.

...Wenn Sie das Gefühl haben verfolgt zu werden, fahren Sie im nächsten Verkehrskreisel ein paar Extrarunden, um den Verfolger abzuwimmeln.

Ein realer Fall...

Sie sind gerade auf dem Heimweg einer erfolgreichen aber anstrengenden Geschäftsreise und haben nur noch eins im Kopf: nach Hause! Sie biegen gerade in Ihre Wohnstraße ein, als Sie von einem PKW überholt werden. Der Fahrer schert vor Ihnen ein und zwingt Sie zu  einer Vollbremsung. Zwei bewaffnete Männer steigen aus dem Wagen aus und berauben Sie.

Was ist passiert...

Mit Gedanken schon längst daheim, haben Sie nicht bemerkt, dass Sie schon seit vielen Kilometern von dem Wagen verfolgt wurden. Die Täter haben nur auf die richtige Gelegenheit, in der Sie in eine abgelegene Seitenstraße einbiegen, gewartet, um dann zuzuschlagen.

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Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, achten Sie immer über den Rückspiegel auf den nachfolgenden Verkehr. Haben Sie ein komisches Gefühl und sind sich nicht sicher, ob der hinter Ihnen fahrende Wagen wirklich nur die gleiche Route fährt oder mehr dahintersteckt – Fahren Sie drei Extrarunden im nächsten Kreisverkehr. Ein potentieller Täter wird die Verfolgung vermutlich abbrechen, da ihm klar wird, dass Sie etwas ahnen. Die Täter wollen nicht das Risiko eingehen, dass Sie womöglich schon längst die Polizei verständigt haben.

Ein konkreter Tipp.

Nutzen Sie niemals dieselben Routen, wenn Sie zu Routineterminen mit Kunden fahren: damit entfällt die Variable „Gewohnheit“. Täter, die einen Überfall planen, werden Ihre Gewohnheiten und Fahrtwege studieren und versuchen einen geeigneten Zeitpunkt zu finden. Indem Sie immer andere Routen fahren, wird die Planung potentieller Täter gestört.

Experten-Tipp 10 – Keyless Go-Funktion

Wie Ihnen die Keyless Go-Funktion Ihres Fahrzeugs (das schlüssellose Öffnen und Starten) zum Verhängnis werden kann.

...Verfügt Ihr Fahrzeug über die Keyless-Funktion - lässt es sich also ohne das Benutzen des Schlüssels öffnen und sogar starten - können Täter binnen Sekunden das System austricksen.

Ein realer Fall...

Sie befinden sich auf einem öffentlichen Parkplatz und werden von einem Unbekannten in ein Gespräch verwickelt - Sie sollen ihm den Weg zur nächsten Tankstelle erklären. 2 Stunden später kommen Sie nach dem Einkaufen zurück und stellen entsetzt fest, dass aus Ihrem Auto Gegenstände entwendet wurden - Sie können jedoch keinerlei Einbruchspuren erkennen.

Was ist passiert...

Der Unbekannte, der Sie zuvor auf dem Parkplatz angesprochen hat war ein Komplize. Was Sie nicht wussten: Ein in sicherer Entfernung versteckter weiterer Täter hat spezielle Elektronik, mit der er das Signal Ihres Autoschlüssels per Funk auslesen kann. Mit dieser Elektronik kann das Signal zum Öffnen des Fahrzeugs kopiert werden. Das Fahrzeug konnte so ohne Probleme geöffnet werden.

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Was als Komfort bei modernen Autos betitelt wird, stellt sich als echte Gefahr heraus: der Schlüssel mit Keyless Go-Funktion sendet ein Funksignal an das Fahrzeug und ermöglicht ein Öffnen der Türen und sogar Starten des Wagens ohne aktive Benutzung des Schlüssels. Autodiebe können dieses Signal allerdings mit spezieller Technik abfangen und dem Fahrzeug sozusagen vorgaukeln, der echte Schlüssel sei in der Nähe. Sie haben dann leichtes Spiel das Fahrzeug auszuräumen oder sogar zu klauen und hinterlassen dabei nicht einmal Spuren...

4 Konkrete Tipps...

  • Alufolie: Umwickeln Sie Ihren Autoschlüssel 3mal!! mit Alufolie. Das Funksignal kann dadurch nicht mehr abgefangen werden. Nachteil der Methode: Der Schlüssel muss immer wieder ein- und ausgepackt werden (mit neuer Folie), wenn Sie das Fahrzeug nutzen wollen. Probieren Sie aus, ob die Alufolie auch bei Ihrem Fahrzeug funktioniert. Es bleibt aber immer noch der kurze Moment, in dem Sie den Schlüssel auspacken und benutzen.

  • Metallbox: Bewahren Sie Ihren Schlüssel in einer kleinen Metallbox auf. Diese wirkt wie ein faradayscher Käfig und schirmt die Funksignale ab. ACHTUNG: Nicht jedes Material bzw. nicht jede Materialdicke ist geeignet. Testen Sie die Box vorher. Es bleibt aber immer noch der kurze Moment, in dem Sie den Schlüssel auspacken und benutzen.

  • Keyless Go-Funktion deaktivieren: Schalten Sie das Keyless-System einfach ab. Sprechen Sie mit Ihrer Werkstatt.

  • Zusatzmodul einbauen: Es gibt auch speziell entwickelte Zusatzmodule, die nachgerüstet werden können, um das "Hacken" des Signals zu verhindern.

    Quelle: www.bundpol.de/oeffnungstechnik/qkey-deutsch.htm

Diese Information ist in Zusammenarbeit zwischen Schwardt Versicherungsmakler GmbH (www.schwardt.com) und MentalLeis Dienstleistungen GmbH (www.mentalleis.de) entstanden.

Experten-Tipp 11 – Pakete mit "doppeltem Boden"

Warum Pakete, die Sie verschicken immer einen "doppelten Boden" haben sollten.

...Wenn Sie wertvolle Objekte per Post verschicken, die nicht durch eine zusätzliche Box verpackt sind, erleichtern Sie den Diebstahl der Ware.

Ein realer Fall...

Ein befreundeter Kollege eines Unternehmens bittet Sie ihm einen Edelstein zur Ansicht zu schicken. Der Stein ist von hohem Wert, also geben Sie sich große Mühe ihn sicher zu verpacken. Nach einigen Tagen erhalten Sie einen Anruf von Ihrem Kollegen: Leicht verärgert fühlt dieser sich auf den Arm genommen - das Paket erreichte ihn ohne Inhalt...

Was ist passiert...

Auf dem Weg zu Ihrem Kollegen durchlief das Paket verschiedene Verteilerzentren der Post. In einem dieser Zentren wurde die Neugier einer der Mitarbeiter durch den Absender geweckt. Schnell schnitt dieser das Paket auf, entnahm den teuren Stein und verklebte es wieder. Als Ihr Kollege das Paket erhielt, befand sich der Stein schon längst in anderen Händen.

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Während der Transportkette ist es höchst unwahrscheinlich, dass das erste oder letzte "Glied" stiehlt - die Nähe zum Arbeitgeber ist zu hoch, was das Risiko aufzufliegen enorm erhöht. Die Diebstähle finden also meist in den Verteilerzentren der Post statt. Wenn Sie Ware von hohem Wert verschicken, sollten Sie dies auf keinen Fall von außen sichtbar machen. Kleben Sie keine Firmenlogos oder "Achtung wertvoller Inhalt"-Aufkleber auf das Paket. Viele Paketdienstleister bieten an, persönliche Informationen in einem Barcode verschlüsselt darzustellen. Der Versand wird dadurch anonymisiert und Dieben fällt es schwer von außen auf den Inhalt zu schließen.

Ein konkreter Tipp ...

Verwenden Sie beim Versand teurer Ware stets zwei Pakete! Eines in das Sie die eigentliche Ware verpacken und ein weiteres größeres, in das Sie dann das Paket mit der Ware legen. Potentielle Diebe benötigen dadurch mehr Zeit zum Öffnen des Pakets und Zeit ist immer das kritische Moment. Verzichten Sie beim Versand außerdem auf Briefe oder Umschläge, sondern verwenden Sie ausschließlich Pakete. Diese können weniger leicht gestohlen oder einfach eingesteckt werden.

Experten-Tipp 12 – Persönliche Daten per E-Mail austauschen

Was passieren kann, wenn persönliche Daten über E-Mails ausgetaucht werden.

...Wenn Kontodaten per E-Mail verschickt werden, haben Internetkriminelle leichtes Spiel, den Account zu hacken und die Daten zu missbrauchen.

Ein realer Fall...
Ihre Frau hat bald Geburtstag. Sie möchten Sie mit einem schönen Collier überraschen. Sie machen sich also auf den Weg zum Schmuckhändler Ihres Vertrauens. Sie entscheiden sich letztlich für ein Stück. Wie gewohnt, gibt der Schmuckhändler Ihnen eine Rechnung mit. Als Sie zwei Tage später die Rechnungssumme überweisen wollen, stellen Sie fest, dass Sie die Rechnung mit den Kontodaten verlegt haben müssen. Sie schreiben schnell eine E-Mail an Ihren Schmuckhändler mit der Frage nach den Kontodaten. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten und Sie überweisen per Online-Banking das Geld. Eine Woche später erhalten Sie einen etwas verärgerten Anruf von Ihrem Schmuckhändler. Leicht überrascht erfahren Sie, dass das Geld nie bei ihm ankam...

Was ist passiert...
Schon vor einigen Wochen gelang es einem Internetkriminellen den E-Mail Account des Schmuckhändlers zu hacken. Seit dem wurde der Posteingang regelmäßig beobachtet. Als Ihre Mail mit der Frage nach den Kontodaten entdeckt wurde, witterte der Täter seine Chance: Er schrieb Ihnen schnell eine E-Mail, vom Account des Schmuckhändlers, mit seinen persönlichen Kontodaten. Als Sie den ernüchternden Anruf von Ihrem Schmuckhändler erhielten, erfreute sich der Kleinkriminelle schon längst an seiner "Beute".

Weiter...
Grundsätzlich ist das Weiter- oder Herausgeben der Kontodaten per E-Mail nicht sicher! Dabei ist nicht nur Vorsicht geboten, wenn man wie in diesem konkreten Fall die Kontodaten selbst erhält. Auch wenn Sie dazu aufgefordert werden, Ihre Kontodaten einzugeben, sollten sie hellhörig werden. Am besten ignorieren Sie solch eine Mail zunächst. Ein Anruf bei der Firma oder dem jeweiligen Rezipienten kann die Sache schnell aufklären.

Ein konkreter Tipp...
In letzter Zeit mehren sich auch Betrugsfälle über Onlineshops. Hierbei inseriert der Verkäufer immer, dass der Kontakt nicht über die jeweilige Plattform (z.B. Amazon), sondern direkt erfolgen soll: "Melden Sie sich unbedingt vorher per Email...". Meist werben die Verkäufer mit äußerst günstigen Angeboten im Vergleich zum üblichen Marktpreis. Beim ersten Kontakt über solche Käufer werden dann persönliche Daten wie Adresse, Anschrift usw. angefragt.
Denken Sie auch immer daran welche Informationen Sie über soziale Netzwerke (Facebook und Co.) von sich preisgeben!

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